Neues Lernen heißt Lernszenarien zu entwickeln, die Kinder begeistern, motivieren und ihre Kreativität anregen. Die Ars Electronica, ein weltweit einzigartiges Festival für Kunst, Technologie und Gesellschaft hielt spannende Themen und Lernanregungen für die Klassen 5g und 6f der Marienfelder Grundschule bereit. Viele Schülerworkshops fanden von November 2018 bis Ende Februar 2019 im DRIVE. Volkswagen Group Forum Berlin, begleitend zu der digitalen Medienkunstausstellung der Ars Electronica Berlin ERROR – The Art of Imperfektionstatt. Ausgehend von einem theoretischen Einstieg nutzten die Kinder die Programmierumgebung. „TurtleCoder“, um aus einfachen Algorithmen faszinierende Kunstwerke zu erstellen. Sie experimentierten mit der Veränderung verschiedener Ausgangsbedingungen im Programmcode und erschufen einzigartige, unerwartete Ergebnisse mit einer ganz eigenen Ästhetik des Digitalen. Eines der bekanntesten Phänomene in der wissenschaftlichen Erforschung des Zufalls ist der sogenannte Schmetterlingseffekt. Er besagt: Verändert man nur einen Faktor in den Ausgangsbedingungen, eine Kleinigkeit, hat das unter Umständen weitreichende Auswirkungen und setzt eine Kettenreaktion in Gang. Als Metapher wird der Flügelschlag eines Schmetterlings als ausschlaggebende Veränderung in der Luft für einen Wirbelsturm verwendet.

Edward Lorenz, Mathematiker und Meteorologe, meint: „Schon der Flügelschlag eines Schmetterlings in Brasilien kann in Texas einen Orkan auslösen.“ 

Die Kinder beider Klassen einigten sich jeweils auf ihr bestes Exponat der digitalen Zufallskunst, welches dann automatisch an einem Wettbewerb teilnahm. Einen Geldpreis haben unsere Schüler*innen zwar nicht bekommen, dafür haben sie aber die reiche Erfahrung eines einzigartigen Ausflugs in das Zentrum von Berlin gewonnen und zwar im spektakulären Autohaus in der  Friedrichstraße / Ecke Unter den Linden.

Dieser Beitrag wurde erstellt von: Siegrun Boiger